Langhaus

017Lettner mit Orgel

Der spätgotische Lettner von 1502 ist eine Stiftung des damaligen Abtes des Klosters, Johannes Lüninck. Um den Bau einer derartig aufwendigen Architektur finanzieren zu können, war ein beträchtliches Vermögen notwendig, das Lüninck, der aus einer einflussreichen, begüterten Adelsfamilie stammte, besessen zu haben scheint.

Die Architektur des Lettners besteht aus fünf Arkaden mit abschließender Brüstung, die in Fialen und Kreuzblumen endet. Die mittlere Arkade trägt das reichste Figurenprogramm. An höchster Stelle ist die Figur der Muttergottes zwischen den Figuren der Heiligen Pantaleon und Albinus, jeweils unter Baldachinen, aufgestellt.

An exponierter Stelle unterhalb der Madonna ließ Abt Lüninck sein Wappen anbringen. Es zeigt die Darstellung eines Sperlings, des Wappentieres der Familie Lüninck. und eines Krummstabs als Zeichen seiner Abtswürde.

Der Lettner stand knapp 200 Jahre etwa an dieser Stelle. Im Zuge der Barockisierung der Kirche wurde er 1696 abgebaut, um einen freien Blick auf den Hochaltar zu ermöglichen. Er wurde aber nicht, wie viele andere Lettner, zerstört, sondern an anderer Stelle, im Triumphbogen des Westwerks aufgestellt, wo er bis nach dem Zweiten Weltkrieg blieb.

Das älteste erhaltene barocke Orgelgehäuse Kölns wurde 1652 geschaffen. Nach der Versetzung des Lettners 1696 unter den Bogen des Westwerks, fand auch die Orgel dort ihren Platz. Im Zuge des Wiederaufbaus der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Entscheidung für den neuen Orgelstandort in der Mitte des nun wieder im Osten platzierten Lettners. Die Installation des neuen Orgelwerkes wurde von dem Orgelbauer Johannes Klais durchgeführt.

 

 

IMG_5789Kruzifix

Das Relief der hl. Veronika mit dem Schweißtuch Christi im mittleren Korbbogen des Lettners leitet über zu dem darunter befindlichen Kruzifix aus dem späten 14. Jh. Es erhielt bei dem Wiederaufbau der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg erneut seinen Platz über dem  Lettneraltar.

Schrein des hl. Albanus

 Der Schrein des hl. Albanus (Albinus), dessen Gebeine einem Translationsbericht des 11. Jh. zufolge auf Veranlassung von Kaiserin Theophanu in diese Kirche gelangten, wurde um 1186 vom damaligen Abt des Klosters, Heinrich von Hürne, gestiftet.

Der kastenartige Schrein besteht aus einem Eichenholzkern, verziert mit vergoldeten Kupfertafeln, Treibarbeit, Grubenschmelzemails und steinbesetzten Täfelchen. Auf den Stirnseiten waren Christus in einem Vierpass umgeben von den Evangelisten  und Albanus zwischen dem hl. Germanus und Kaiserin Theohanu dargestellt. Auf den Langseiten tragen emaillierte Säulchen Kleeblattbögen, auf denen die Namen der ursprünglich sich darunter befindlichen Heiligen der Kölner Kloster- und Stiftskirchen zu lesen sind. Die Figuren sind seit der französischen Zeit Ende des 18. Jh. verloren.   Die Dachflächen zeigen auf der dem Chor zugewandten Seite Szenen aus dem Leben Jesu: Geburt, Kreuzigung (mit dem Stifter in Proskynese), Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Auf der anderen Seite ist das Leben des hl. Albanus dargestellt: Unterweisung und Taufe, Verhör, Geißelung und Enthauptung.

Schrein des hl. Maurinus

 

 

 

IMG_5734Kalvarienberg

Das um 1520 entstandene Ölgemälde wurde im 19. Jh. erworben. Es zeigt außer der Kreuzigung im Zentrum des Bildes mehrere Szenen des Leidenswegs Jesu. Der unter dem Kreuz kniende hl. Franziskus sowie der Mönch am unteren Bildrand mit Pinsel und Palette weisen darauf hin, dass das Bild aus einem Franziskanerkloster stammt.

 

 

IMG_5805Epitaph

 Am ersten Pfeiler der Nordseite des Mittelschiffs befindet sich das Grabdenkmal des 1639 verstorbenen Ritters Wilhelm Dietrich von den Reven. Das Relief aus Tuffstein in einem schwarzen Marmorrahmen zeigt Jesus in der Vorhölle, wie er Verdammte aus den Flammen rettet. Hinter ihm stehen die ersten Menschen, Adam und Eva, sowie Moses.  Über der Hölle im oberen Teil schwebt der Teufel. Vor dem Relief liegt die stark beschädigte Figur des Verstorbenen in Rüstung. Die Inschrift darunter gibt als Todesdatum den 3. Januar 1639 an.

 

IMG_5824Muttergottes

Holzskulptur 15./16. Jh.